Der letzte Tag

Sonntag, 01.09.2013

Heute ist mein letzter Tag auf der Destiny J Ranch und ich habe im Moment gemischte Gefühle: Auf der einen Seite freue ich mich schon darauf meine Familie und meine Freunde zu Hause wieder zu sehenLachend. Aber auf der anderen Seite bin ich auch traurig, da ich meine "kanadische Familie" verlassen mussWeinend. Ich bin sehr froh, dass ich diese Reise gemacht habe, da ich eine wunderschöne Zeit hier auf der Farm verbracht habe und viele neue Erfahrungen sammeln konnte. Die Menschen und Tiere sind mir sehr ans herz gewachsen und ich werde sie bestimmt vermissen, wenn ich wieder in Deutschland bin....

Morgen werden wir schon früh morgens an den Flughafen in Edmonton fahren und die beiden neuen Mädchen abholen, die dann die nächsten Wochen auf der Farm verbringen werden. Die restliche Zeit werden wir dann in der Mall verbrigen. Mein Flug startet um 16.00 Uhr in Edmonton. Ich fliege dann zuerst nach Calgary und von dort zurück nach Frankfurt. Dort sollte ich dann am 03.09. um ca. 11.50 Uhr ankommen.

Ich hoffe, dass ich vielleicht irgendwann zurück zur Destiny J Ranch kommen kann...

Liebe Größe

Bernadett

Rodeo in St. Paul

Sonntag, 01.09.2013

Am Samstag waren wir mit Jessica, einer Freundin von Dennis, beim Rodeo in St. Paul. Es gab 2 Vorstellungen(um 13 Uhr und um 19 Uhr), die wir uns beide angeschaut haben. Das war mein erstes Rodeo und ich fand es sehr interessant und spannend: Die Cowboys sind auf bockenden Pferden und Bullen geritten und mussten versuchen so lange wie möglich oben zu bleiben. Einige Tiere waren sehr wild und einige Männer hatten wirklich glück, dass sie sich nicht ernsthaft verletzt haben. Eine andere Disziplin ist das "Steer Wrestling", bei dem die Bullen mit dem Lasso eingefangen werden. Dann müssen die Cowboys noch versuchen den Bullen auf den Boden zu drücken. Die Cowgirls reiten das " Burrell Racing". Dazu wurden 3 Fässer aufgestellt, zwischen denen die Frauen so schnell wie möglich durch reiten mussten. Nach der letzten Vorstellung sind wir dann noch zum "Rodeo Dance" gegangen. Emilie und ich haben zuvor noch nie den "Country Dance" getanztVerlegen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht Zwinkernd.

Liebe Grüße

Bernadett

Die Geschichte vom Zaun und der Ziege...

Donnerstag, 29.08.2013

Es war einmal eine Ziege, die lebte mit vielen anderen Ziegen in einem rießigen Gehege auf einer Farm in Kanada. Im Gehege gab es so viel Gras, dass sie niemals Hunger leiden musste, aber das war ihr nicht genug. Die dumme Ziege steckte ihren Kopf immer durch den Zaun, um das Gras auf der andern Seite zu fressen...und blieb dann jedes mal im Zaun stecken.....

.... und das Ende der Geschichte ist, dass wir jeden Abend den Zaun kontrillieren müssen, um die dummen Ziegen zu befreienUnentschlossen. Am schlimmsten ist die Ziege mit der Nummer 24, sie steckt jeden Abend im Zaun stecken. Dennis gibt Ziegen, die öfter als zweimal stecken bleiben, einen "Dum-Stick". Das ist ein Plastikstock, der mit einem Draht an den Hörnern der Ziege befestigt wird, sodass sie ihren Kopf nicht mehr durch den Zaun stecken kann. Bei den meisten Ziegen funktioniert das richtig gut...nur Nummer 24 ist schlau genug, um den Dum-Stick wieder loszuwerden, aber dumm genugen, um ihren Kopf jeden Tag wieder durch den Zaun zu stecken....Brüllend.

Ziege mit Dum-Stick

Liebe Grüße

Bernadett

Endlich mal wieder shoppen!

Donnerstag, 29.08.2013

Am Montag waren wir in der "West Edmonton Mall" shoppen. Das ist das größte Einkaufszentrum in Nordamerika und es ist wirklich rießig(verglichen dazu ist die Rheingalerie ein kleiner Tante-Emma-LadenZunge raus): Es gibt zwei Stockwerke, in denen sich die Läden und Fast-Food-Stände aneinanderreihen. Außerdem gibt es dort einen Wasserpark, einen Freizeitpark, eine Schlittschuhbahn und ein Becken mit SeehundenÜberraschtZwinkernd. Man braucht also sehr viel Zeit, wenn man die "ganze" Mall sehen möchte. Wir sind um ca.13 Uhr dort angekommen und um 18 Uhr wieder gegangen. Die Zeit hat uns gerade gereicht um in die Läden zu gehen, die wir uns vorgenommen hatten (wir haben am Abend zuvor schon einen groben Plan gemacht, wo wir überall, unbedingt hin wollen). Ich wäre auch gerne mal in den Wasserpark und in den Freizeitpark gegangen, aber das würde mich wahrscheinlich 2 weitere Tage kosten... also vielleicht ein anderes mal Zwinkernd.

Obwohl es in der Mall so viel Läden gibt, konnte ich keine Postkarten finden.. es tut mir sehr leid, aber die Möglichkeit irgendwo noch welche zu finden wird immer geringer...Weinend.

Liebe Grüße

Bernadett

Besuch beim Tierarzt

Samstag, 24.08.2013

Am Mittwoch sind wir mit 4 Pferden(Prince,Brewster, Sisco und Lola) zum Tierarzt gefahren. Morgens mussten wir also erstmal alle Pferde in den großen Trailer(es passen 9 Pferde hinein) laden. Ich hab das am Tag vorher noch mit Lola geübt und da hat es auch gut fuktioniert, aber ich hab mir trotzdem Sorgen gemacht, weil sie an die Fahrt im Trailer noch nicht gewöhnt ist. Tatsächlich hatten wir dann aber keine Probleme sie in den Trailer zu bringen, nur als wir sie dort eingeschlossen haben, wurde sie sehr nervös. Zum Glück wurde sie wieder ruhiger, als wir die andern Pferde auch noch aufgeladen hatten. Die Tierärztin hat zuerst Prince untersucht und festgestellt, dass er Schmerzen in den Beinen hat (was erklärt warum er so bockig ist, wenn man sein Füße anheben will). Um die genaue Ursache der Schmerzen feststellen zu können, müssen erst Röntgenbidler gemacht werden. Danach hat sie die Zähne von Sisco und Brewster behandelt. Dennis wollte sie mit zum Arzt nehmen, da ihm aufgefallen ist, dass sie Probleme beim fressen hatten. Das war eine sehr gute Entscheidung, da vorallem Brewsters Zähne sehr schlecht waren. Um die Pferde behandeln zu können, musste die Ärztin ihnen zuerst ein Narkosemittel geben(aber kein zu starkes, die Pferde konnten noch stehen und sich auch noch etwas bewegen). Dann haben sie ein Gebiss bekommen, das den Mund die ganze Zeit geöffnet hält, sodass die Ärztin die Zähne feilen konnte. Zum Schluss  wurde Lola untersucht. Sie wurde im Trailer behandelt, weil sie so unruhig war. Auch sie sollte zuerst eine Narkose bekommen, aber sie hatte so Angst vor der Nadel, dass wir ihr erstmal die Augen zudecken mussten. Sie hat dann auch zwei Spritzen gebraucht, um sich zu beruhigen. Es hat sich schließlich herausgestellt, dass ihre "Verletzung" eigentlich Krebs ist. Man könnt ihn herausschneiden, aber dann könnten immer noch betroffene Zellen im Körper zurückbleiben und der Krebs könnte wieder kommen. Also hat die Ärztin die betroffene Stelle mit einem Gummiband abgebunden, sodass die Durchblutung dort gestoppt wird. In den nächsten 7 Tagen sollte der Krebs dann verschwunden sein...hoffentlich.

Auf der Farm haben wir Lola dann erstmal in die Box gesperrt, damit sie sich von dem Stress und der Narkose erholen konnte. Wir müssen ihr Bein jetzt jeden morgen mit einem Mittel einsprayen. Zu meiner Überraschung bleibt sie immer ganz ruhig stehen, wenn wir sie mit dem Spray behandeln. Sie hat sich  jetzt auch wieder erholt und wir haben sie heute wieder auf die Koppel gelassen. Ihr bein müssen wir natürlich auch weiterhin behandeln.

Liebe Grüße

Bernadett

Das Training mit den Fohlen

Montag, 19.08.2013

Das sind Dottie, Lucky Girl und Lola(von links nach rechts)

und das sind Red Neck und Tonka.

Wie ich schon im letzten Blogeintrag erwähnt habe, waren die Fohlen am Anfang sehr scheu, da sie nicht an Menschen gewöhnt waren. Der erste Schritt, sie an den Umgangen mit Menschen zu gewöhnen, ist einfach zu ihnen in die Koppel zu gehen und sie zu Füttern. Dabei kann man vorsichtig versuchen sie zu streicheln. Bei allen Fohlen hat das auch sehr gut funktioniert, bis auf Lucky Girl, die einem zwar aus der Hand frisst, sich aber leider immer noch nicht streicheln lässt. Wenn sich die Fohlen dann anfassen lassen, versucht man ihenen das Halfter anzuziehen. Dazu haben wir sie in die Box gelockt, wo sie nicht so viel Platz zum wegrennen haben. Obwohl sie sich jetzt streicheln lassen, sind sie immer noch sehr schreckhaft und man muss mit jeder Bewegung sehr vorsichtig sein, sonst renne sie wieder weg. In der Box konnten wir den Fohlen dann zum ersten Mal das Halfter anlegen (Lola und Dottie musste Dennis vorher noch mit dem Lasso einfangen, weil sie so nervös waren). Danach konnten wir dann auch den Strick am Halfter befestigen. Jetzt bringen wir ihnen das Laufen am Strick bei: Jeden Tag nehmen wir einen Eimer mit Futter und laufen mit den Fohlen über die Koppel. Immer wenn sie uns brav folgen dürfen sie etwas essen.

Dennis und ich haben uns vorallem auf Lola konzentrier, da sie eine Verletztung am Bein hat und dringend zum Tierarzt muss. Jetzt da Emilie hier ist, können wir uns die Arbeit besser aufteilen. Ich arbeite immer mit Lola und Tonka und sie mit Dottie und Red Neck. Und wir machen auch Vortschritte: Lola, Red Neck und Dottie lassen sich auch schon ohne Futter führen, nur Tonka ist noch etwas stur.

Die Arbeit mit den Fohlen ist sehr schön und Lola ist mir schon richtig ans Herz gewachsen.

Liebe Grüße

Bernadett

Der Alltag auf der Ranch

Mittwoch, 14.08.2013

Morgens stehe ich meistens zwischen 7 und 8 Uhr auf. Nach dem Frühstück füttern wir dann die Ziegen und Fohlen(die andern Pferde sind den ganzen Tag auf der Koppel und müssen nicht gefüttert werden).

Es gibt 6 Fohlen, 3 weibliche und 3 männliche. Das jüngste Fohlen ist 2 Monate alt. Da seine Mutter gestorben ist, müssen wir ihm die Milch selbst geben. Die anderen Fohlen sind alle ein Jahr alt. Sie sind noch nicht richtig an den Umgang mit Menschen gewöhnt, weil sie das erste Jahr zusammen mit ihrer Mutter auf der Koppel verbringen. Darum sind sie noch etwas scheu und man braucht viel Geduld, um mit ihnen zu arbeiten. Wenn ich mich nicht gerade mit den Pferden beschäftige, helfe ich Dennis beim Bauen und Reparieren der Zäune. Es gibt immer viel zu tun, weshalb ich diesen Blogeintrag erst jetzt schreibeZwinkernd. Die Arbeit ist aber nicht zu hart und zusammen mit Dennis macht es immer sehr viel Spaß.

Meistens gehen wir entweder morgens oder abends reiten (manchmal auch morgens und abendsLachend). Ich hab mich jetzt schon an das Westernreiten gewöhnt und es gefällt mir sehr gut. Ich reite meistens unterschiedliche Pferde und bis jetzt bin ich mit jedem gut klar gekommen.

Abends sitzten wir, nach dem Essen, oft noch auf der Veranda. Dann erzählen wir noch und beobchten die Pferde auf der Koppel. Gestern Abend haben wir sogar einen Schwarzbär auf dem gegnüberliegnden Feld gesehen(man konnte ihn nur mit Fernglas richtig gut erkennen). Außerdem kann man auf der Veranda sehr gut die Sonnenuntergänge genießen. 

Liebe Grüße

Bernadett

07.08.13

Mittwoch, 07.08.2013

Heute morgen habe ich zusammen mit Dennis die Ziegen und Pferde gefüttert. Er hat mir erklärt, was ich zu tun habe, sodass ich es in Zukunft hoffentlich auch allein schaffe. Obwohl es heute etwas geregnet hat, sind wir nach dem Frühstück ausgeritten. Danach haben wir auf der Veranda ein Lagerfeur gemacht und Würstchen und Marshmallows gegrillt. Da das Wetter nicht so gut ist, haben wir heute nachmittag nicht so viel zu tun.

Heute Abend wird Nadja gehen und dann bin ich, bis Emilie kommt,  allein mit Dennis und Michelle auf der Farm.

Liebe Grüße

Bernadett

Ausflug zum See

Mittwoch, 07.08.2013

Gestern hatten wir richtig schönes und warmes Wetter, also sind wir nachmittags an einen See gefahren. Dennis besitzt ein kleines Boot, mit dem wir dann über den See gefahren sind. Er sagt, dass es ein keiner See ist, aber ich finde, dass er ziemlich groß ist( das mit den Größen und Entfernungen ist hier etwas anders, als bei uns in Deutschland Zwinkernd. ) Dann hat Dennis das Boot mitten auf dem See angehalten und Nadja und ich sind schwimmen gegangen. Das Wasser war nicht so kalt, wie ich am Anfang befürchtet hatte und so war es eine angenehme Abkühlung.

Liebe Grüße

Bernadett

Mein erster Tag

Dienstag, 06.08.2013

Michelle, Dennis (meine Gasteltern) und Nadja haben mich sehr herzlich auf der Farm empfangen. Als ich angekommen bin, hatten sie gerade Besuch von Freunden, die mich auch sehr nett begrüßt haben und über Nacht geblieben sind. Nadja kommt auch aus Deutschland und ist schon seit einigen Wochen auf der Ranch. Wir teilen uns ein Zimmer, das sich gegnüber vom Haus in einer kleinen Hütte befindet. Auf der Ranch gibt es 19 Pferde, 4 Hunde und ca. 200 Ziegen. Das Gelände der Farm ist riesig und es gibt eine große Koppel für die Pferde(es gibt keine Ställe).

An meinem ersten Abend bin ich gleich nachdem Essen schlafen gegangen, da ich sehr müde von meiner Reise war. Trotzdem bin ich am nächsten Morgen schon um 7 Uhr aufgewacht. Nachdem Frühstück haben Nadja und ich die Pferde eingefangen und dann sind wir auch schon zusammen mit Dennis und einem seiner Freunde ausgeritten Lachend. Da ich vorher noch nie Western geritten bin, muss ich mich erst daran gewöhnen. Aber es ist gar nicht so schwer und viel entspannter als der englische Reitstiel. Wir sind auf einem kleinen Pfad durch den Wald geritten und kurzzeitig auch über Felder (Wald und Felder gehören noch zum FarmgeländeZwinkernd). Die Strecke war kurz und der Ritt hat ca. eine Stunde gedauert. Danach sind wir mit Dennis zu seinen Nachbarn gefahren, um Heu zu holen. Zuerst haben Dennis und ich das Heu auf den Truck geladen und Nadja ist gefahren. Dann haben wir getauscht und ich durfte den Truck fahren Cool. Als wir wiedr auf der Farm waren, hatten Nadja und ich etwas Freizeit und jetzt gibt es Abendessen.

Liebe Grüße

Bernadett

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